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Hier wollen wir Ihnen Hinweise geben, wie Sie sich das Leben mit der Pflege erleichtern können. Immer wenn sich die Fähigkeiten des dementen Patienten wieder verringern, gibt es neue Probleme, für die man Lösungen sucht. Vielleicht suchen Sie mit unseren Hinweisen nicht so lange.

Es gibt zwar Lehrbücher über Pflege, aber keinen allgemeingültigen Leitfaden. Jeder Mensch ist ein Unikat, also sind auch bei jedem die Probleme etwas anders. Hier müssen Sie flexibel und erfinderisch sein. Aber es geht immer irgendwie weiter.

Zunächst mal allgemein:

Die Pflege eines Morbus – Pick – Erkrankten ist für die Angehörigen eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Obwohl wir nur über die Erfahrungen mit einem einzelnen Patienten berichten, glauben wir nachfolgend genannte Hinweise geben zu können. Selbstverständlich unterscheiden sich sowohl die Symptomatik, als auch der zeitliche Ablauf von Patient zu Patient. Der Pflegende wie auch der Arzt können bei diesem Krankheitsbild unserer Kenntnis nach, nur symptomatisch behandeln, d. h. auf auftretende Symptome mit erleichternden oder kompensierenden Maßnahmen reagieren.

Wichtig erscheinen uns folgende Hinweise:

 1.      „den Patienten immer dort abholen, wo er gerade ist“

Gemeint ist hiermit, daß sich der Pflegende ständig auf das aktuelle Leistungsniveau des Erkrankten einstellen muß. (ständiges „neu justieren“ , was kann er, was kann er nicht)

 2.      Aktivierende Pflege

(differenzieren: was muß ich ihm abnehmen, wobei sollte ich ihm nur helfen und es ihm nicht abnehmen, obwohl es dann schneller ginge)

Hauptproblem bei   1. und  2.: v.a. in der Frühphase hat man bisweilen den Eindruck, daß der Patient nicht will, obwohl er noch könnte – die Unterscheidung fällt schwer und kann sich durch aus zu einem ernsthaften Problem zw. Patienten und Pflegenden entwickeln.

3.      Ständiges Training der sogenannten „Aktivitäten des täglichen Lebens“ (Körperpflege, Nahrungsaufnahme, An- und Auskleiden, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können usw.)

Obwohl der Ablauf der Erkrankung bislang nur ansatzweise geklärt ist, entsteht für den Betrachter der Eindruck, daß ein Großteil des Gedächtnisses nicht verloren ist, aber der Patient den Zugang zu den gespeicherten Informationen verliert. Dies trifft v.a. für selten benutzte Zugänge zu, wohingegen ständig benutzte Informationen auch relativ lange „greifbar“ bleiben.

Deutlich wird dies unter anderem, wenn der Erkrankte bei der Begrüßung mit Begeisterung die Hand schüttelt, aber nicht spontan „Guten Tag“ sagen kann, dann aber auf „Guten...“  „...Tag“ ergänzt (Brückenbau bei der Wortfindung)

4.      Die gezielte Pflege des Erkrankten kann selbst in der Frühphase nur bedingt von den Angehörigen oder auch stationären Pflegeeinrichtungen übernommen werden. Um das Leben des Patienten möglichst lange lebenswert zu erhalten, ist neben der rechtzeitigen Diagnostik auch frühzeitige Mitbehandlung durch Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie unerläßlich.

5.      Rechtzeitige Beantragung diverser Hilfsmittel: (erhebliche Verzögerungen seitens des MDK müssen eingeplant werden und können v.a. bei raschem Verlauf zu großen Problemen führen)
- rechtliche Vollmacht!!! (Regelung der Finanzen, Vertreten der Rechte nach außen),
- Pflegestufe,
- Inkontinenzmaterialien,
- Rollstuhl

Konkrete Tipps zu Pflegeaufgaben und Problemlösungen gibt's auf der nächsten Seite unter Tipps.

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